Lesestudie der Universität Mainz
Mit einem Blickbewegungsexperiment will die Universität Mainz untersuchen, inwieweit sich die Lesemuster von Leseanfängern und ausgebildeten Lesern ähneln. Es interessiert dabei, welche Informationen Kinder und Erwachsene beim Lesen und Verstehen eines Satzes nutzen und welche Unterschiede sich in den jeweiligen Lesemustern zeigen. Schwierigkeiten bei der Sprachverarbeitung spiegeln sich in den Blickbewegungen und dem Lesemuster wieder. Dieser Bereich ist bisher wenig erforscht.
Somit dienen die Ergebnisse dieser Grundlagenstudie langfristig auch der Leseförderung. Bei einem Blickbewegungsexperiment werden die Augenbewegungen der Probanden mit einer Kamera aufgezeichnet, während diese ganz normal (leise) einen Satz oder Text am Bildschirm lesen. Diese Methode erfordert keine Vorkenntnisse seitens der Teilnehmer und ist auch sonst völlig unbedenklich.
Die Studie findet im Sprachlabor der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz statt und dient ausschließlich Forschungszwecken. Die Daten der Probanden werden anonymisiert ausgewertet und anschließend in eine wissenschaftliche Publikation einfließen. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 5, die Freude am Lesen haben, (einsprachig) mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind und keine Lese- oder Rechtschreibschwäche haben.
Die Durchführung der Studie dauert inklusive Erläuterungen und Pausen ca. 1-1,5h und wird von einer fachkundigen Mitarbeiterin betreut. Als Dankeschön für die Teilnahme erhält jedes Kind wahlweise einen Bücher- oder Spielzeuggutschein in Höhe von 10 Euro.
Die Studie dient rein wissenschaftlichen Zwecken und ist nicht kommerziell.
Weitere Informationen findet Ihr auf der Webseite der Universität Mainz.

