Wie lange in die Sonne?
Die Tage werden länger und das Wetter immer schöner. Die Sonne scheint und es wird wärmer. Auch jetzt kann man sich schon einen Sonnenbrand holen, wenn man nicht aufpasst. Bei unseren Kindern müssen wir das natürlich übernehmen. Hier ein paar Tipps, wie man die Kleinen vor der Sonne schützt:
- Babys (vor allem im ersten Jahr) sollten nie der direkten Sonne ausgesetzt werden, da ihre Haut noch viel empfindlicher ist, als die von Erwachsenen. Am besten hält man sich mit dem Baby überwiegend im Schatten auf. Das gleiche gilt auch für spielende Kleinkinder. Aber Achtung. Selbst im Schatten gibt es seitlich einfallende UV-Strahlen. Daher gilt u.a. auch:
- gut eincremen! Um diese klebrige Angelegenheit für die Kinder etwas interessanter zu gestalten, kann man z.B. mit der Sonnencreme eine Sonne auf den Bauch zaubern, oder im Gesicht kleine Punkte tupfen. Oder man lässt das Kind auch mal die Mama oder den Papa eincremen und dann umgekehrt. Das macht allen Spaß.
- Auf den meisten Sonnencremes steht zwar, dass sie wasserfest sind, das stimmt aber nur bedingt. Während des planschens ist das Kind zwar geschützt, danach sollte man allerdings wieder nachcremen.
- Ab einem gewissen Alter ist auch eine Sonnenbrille ein guter Schutz. Graue und braune Gläser sind dabei ideal, da sie die Farben nahezu neutral wiedergeben. Vor den seitlich einfallenden Strahlen schützen größere Gläser ganz gut. Und wichtig ist auch auf den Aufkleber für Breitband-UV-400-Schutz und das Zeichen CE zu achten, denn diese zeigen, dass die Brille auch tatsächlich gut schützt – und nicht nur gut aussieht.
- Bei der Kleidung darauf achten, dass die Arme, die Füße und die Beine bedeckt sind. Vorzugsweise mit dicht gewebter, aber dennoch leichter Kleidung. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung. Diese sollte einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 (UPF) haben. Kleidung, die nach dem Standard 801 zertifiziert ist, ist besonders empfehlenswert.
- Werden gerne mal vergessen, sind aber besonders empfindlich. Die Hand- und Fußrücken. Daher bitte gut eincremen. Wer schonmal einen Sonnenbrand an diesen Stellen hatte, weiß auch, wie weh das tut. Am besten cremt man dann auch gleich die Waden mit ein, denn beim spielen kann es schon passieren, dass die Hosenbeine höher rutschen. Im Sand sind Schuhe wie Clogs (die den Fuß vollständig bedecken) besser geeignet als Sandalen. Auch hier kann in den Lücken schnell mal ein Sonnenbrand entstehen.
- Ganz wichtig ist auch die richtige Kopfbedeckung. Ein Sonnenhut ist Pflicht! Die Krempe sollte so breit sein, dass sie Gesicht und Nacken gut vor der Sonne schützt. Und trotzdem natürlich – das Gesicht gut eincremen.
Wer sich bei der Wahl der Sonnencreme unsicher ist, kann auch mal bei Ökotest nachschauen. Dort wurden verschiedene Kindersonnenschutzmittel getestet.
Und zum Schluss die große Frage: wie lange darf mein Kind denn in die Sonne?
Der Lichtschutzfaktor (LSF), der auf der Sonnencreme steht, gibt an, um wieviel länger Ihr Kind sich in der Sonne aufhalten kann, ohne dass sich die Haut rötet. Der LSF wird mit der Eigenschutzzeit der Haut multipliziert. Bei kleinen Kindern sind das höchstens 5 Minuten. Bei einem LSF von 20 kann ein zweijähriges Kind also theoretisch 100 Minuten in der Sonne bleiben. Allerdings raten Experten, höchstens die Hälfte der berechneten Zeit zu nutzen.
Fazit: Das Credo lautet: “cremen, cremen, cremen”. So wird es ein toller und sonnenbrandfreier Sommer!


